Blindfold

Blindfold vs. AdBlock Pro für Safari: Was du bekommst (und was hinter der Paywall steckt)

Wer im App Store auf dem iPhone nach einem Safari-Werbeblocker sucht, sieht AdBlock Pro für Safari meist weit oben. Die App ist schlank, schnell eingerichtet und unterstützt iPhone, iPad, Mac sowie Vision Pro inklusive iCloud-Synchronisierung.

Trotzdem suchen viele iPhone-Nutzer schon kurz nach der Installation nach einer Alternative zu AdBlock Pro. Die Kritik dreht sich fast immer um zwei Punkte: Viele Schalter für Datenschutz und Störelemente sind in der „kostenlosen" App hinter kostenpflichtigen Abo-Stufen gesperrt, und beim Surfen nerven weiterhin Pop-ups in neuen Tabs, eingefrorene Seiten und erzwungene Weiterleitungen in den App Store.

So schlagen sich AdBlock Pro für Safari und Blindfold im direkten Vergleich auf iPhone und iPad.

Was AdBlock Pro gut macht und wo es hakt

AdBlock Pro gliedert seine Safari-Erweiterungen in übersichtliche Auswahlfelder innerhalb der App (Werbung, Tracker, Social-Media-Widgets, Störelemente, Inhalte für Erwachsene, Sprachregionen und eine YouTube-Hilfe). Wenn du lediglich einfache Bannerwerbung auf englischsprachigen Seiten in Safari ausblenden möchtest, bist du mit dem kostenlosen Download schnell startklar.

Im Alltag zeigen sich jedoch zwei Hürden:

  1. Fast alle Zusatzfilter stecken hinter der Paywall. Während der einfache Werbefilter kostenlos ist, erfordern Tracker-Schutz, Cookie- und Störelemente-Filter, regionale Listen (etwa für deutschsprachige Seiten), die YouTube-Hilfe oder eigene Freigabe- und Sperrregeln ein kostenpflichtiges Abo oder den Lifetime-Kauf.
  2. Weiterleitungs-Werbung, App-Store-Sprünge und neue Werbe-Layouts kommen durch. Auf Rezeptblogs, Sport-Streams, Wikis und Leseseiten setzen Skripte häufig window.location.href auf einen itms-apps://-Link, um ungefragt den App Store zu öffnen, oder hinterlassen nach einem ausgeblendeten Dialog overflow: hidden im Seiten-Body, sodass sich die Seite nicht mehr scrollen lässt. Statische Häkchenlisten reagieren zudem nicht, wenn eine Website ihre Werbecontainer zwischen zwei Filter-Updates umbenennt.

Was Blindfold anders macht

Blindfold wurde für iPhone und iPad (ab iOS 26) entwickelt und schaltet vom ersten Tag an alle Schutzebenen frei:

  • Keine halb gesperrten Funktionsstufen: Jede Testphase (7 Tage kostenlos beim Jahresabo für 19,99 $/Jahr, 3 Tage kostenlos beim Wochenabo für 1,99 $/Woche) und der Einmalkauf für 69,99 $ schalten sämtliche Funktionen frei, inklusive Apple-Familienfreigabe und ohne Registrierung.
  • In Safari bleiben (stoppt erzwungene App-Store-Weiterleitungen): Blockiert nicht vertrauenswürdige JavaScript-Weiterleitungen, versteckte Iframes und künstliche Klicks, die selbstständig den App Store oder andere Apps öffnen wollen, während echte Fingertipps auf normale Links problemlos funktionieren. (Mehr dazu in unserem Ratgeber Pop-ups und App-Store-Weiterleitungen in Safari stoppen.)
  • On-Device-KI + Element-Zapper: Neben über 200.000 nativen Safari-Regeln mit täglichen Updates prüft Apples lokales KI-Modell nach dem Laden verdächtige Elemente und erstellt bei geänderten Werbe-Layouts direkt auf deinem Gerät eine bearbeitbare Ausblendregel. Über Element auf dieser Seite ausblenden kannst du zudem jedes störende Element antippen, den Rahmen mit - und + anpassen und dauerhaft speichern.
  • Volle Regeltransparenz und „Blockiertes anzeigen": Jede Standardliste, KI-Regel und eigene Regel ist einsehbar, und du kannst externe .txt- oder JSON-Filterlisten per URL abonnieren. Falls eine Website einmal nicht richtig funktioniert, markiert Blockiertes anzeigen in Safari alle ausgeblendeten Elemente gelb direkt auf der Seite, damit du einzelne Bausteine mit einem Fingertipp freigeben kannst.
  • Automatische Scroll-Entsperrung, Cookie-Ablehnung und systemweiter Filter: Blindfold lehnt unterstützte Cookie-Banner automatisch ab, gibt gesperrtes Scrollen wieder frei und filtert mit Blindfold Überall unter iOS 26 Werbe- und Tracker-Anfragen in anderen Apps über Apples URL-Filter-API.

Blindfold vs. AdBlock Pro für Safari

Blindfold AdBlock Pro für Safari
Safari-Schutz Werbung, Datenschutz & Störelemente (200.000+ Regeln, tägliche Updates) komplett enthalten Basis-Werbefilter gratis; Tracker, Störelemente, Sprachlisten & eigene Regeln kostenpflichtig
Außerhalb von Safari Blindfold Überall über iOS 26 URL-Filter-API Nur Safari
App-Store-Weiterleitungen Durch In Safari bleiben blockiert, echte Tipps bleiben erlaubt Verlässt sich auf statische URL-/Skriptregeln
Neue Werbung erkennen On-Device-KI schreibt lokal bearbeitbare Regeln nach dem Laden Statische Filterlisten
Defekte Seiten reparieren Blockiertes anzeigen hebt versteckte Elemente gelb auf der Seite hervor Blocker für die gesamte Website abschalten
Regel-Einblick Jede Regel einsehbar + eigene .txt-/JSON-URL-Abos Intransparente Checkboxen; eigene Einträge nur im Bezahl-Tarif
Plattformen iPhone und iPad (ab iOS 26) iPhone, iPad, Mac, Vision Pro
Preis 1,99 $/Woche (3 Tage Test), 19,99 $/Jahr (7 Tage Test) oder 69,99 $ einmalig Eingeschränkte Gratisversion; Abo (~9,99 $/Jahr) oder Lifetime-/Gold-Stufen

Welcher Blocker ist die richtige Wahl?

Wenn du eine Mac-App im selben Paket suchst oder lediglich einfache Banner auf englischsprachigen Seiten kostenlos ausblenden möchtest, ohne Schutz vor Trackern, Cookie-Bannern oder Weiterleitungen, deckt AdBlock Pro für Safari (oder das komplett kostenlose und quelloffene uBlock Origin Lite) die Grundlagen ab.

Wenn du erzwungene App-Store-Weiterleitungen stoppen, eingefrorenes Scrollen lösen, neue Werbung per On-Device-KI erkennen, jede Regel einsehen und Tracker unter iOS 26 auch in anderen Apps filtern möchtest, kannst du Blindfold kostenlos testen oder direkt im App Store laden. Weitere Vergleiche findest du in unserer Übersicht der besten Safari-Werbeblocker für das iPhone sowie im Leitfaden Werbung auf dem iPhone blockieren.